Aktuelle Seite: Home Care & Case Management Was ist Case Management? Definition Case Management

In der unternehmerischen Praxis kommt Case Management in verschiedenster Form zur Anwendung und auch in der Literatur werden verschiedene Ansätze beschrieben.

Ich bin überzeugt davon, dass sich Case Management als Instrument einer Restrukturierung und Neupositionierung eines Krankenhauses etablieren wird, da gerade die strategische Dimension und die Bedeutung von Case Management, ein ganz erhebliches Potential für Patienten und Mitarbeiter darstellt, um den heutigen gesundheitspolitischen Vorgaben, dem Fachkräftemangel aber auch dem Demographischen Wandel, sowie dem steigenden Qualitätsbewusstsein unserer Patienten gerecht zu werden.

Qualität

ist ein entscheidender Faktor bei allen Bemühungen um Patientinnen und Patienten. Dabei spielt die Quantität in der Versorgung eine untergeordnete Rolle. Die Herausforderung liegt heutzutage in den Anforderungen und Bedürfnissen der Patienten, um einer bestmöglichen und individuellen Behandlung jedes Einzelnen gerecht zu werden. Aus diesem Grund und dass die Qualität von krankenhauseigenen Dienstleistungen nicht unabhängig von den dazugehörigen Prozessen und vorhandenen Strukturen gesteigert werden kann, ergibt sich eine komplexere Sichtweise auf das Krankenhausgeschehen. Erst wenn die Prozesse Sektoren-/Bereichsübergreifend -> interprofessionell, strukturiert und transparenter ablaufen, kann Qualität und Effizienz gleichermaßen gewährleistet werden. So sollte Care und Case Management als ein entscheidender Erfolgsfaktor der Unternehmensführung angesehen werden, um wettbewerbsfähig auf dem deutschen Gesundheitsmarkt zu bleiben, insbesondere in der heutigen Zeit, in der sich die Krankenhäuser durch immer komplexere Strukturen, Abläufe und Angebote auszeichnen und die Leistungsansprüche der Patienten weiter steigen.

Case Management

ist ein Vorgehen, welches die Übersicht auf der Systemebene und auf der Fallebene schafft und der wachsenden Komplexität der Prozesse entgegenwirkt. Die Prozesse im Patientenmanagement werden identifiziert, beschrieben und konsequent an den Anforderungen der Patienten ausgerichtet. So kann die Wertschöpfung erhöht und die Patientenzufriedenheit gesteigert werden. Auch für die Mitarbeiter eines Krankenhauses gilt, dass von der Veränderung Betroffene durch klare Botschaften, konkrete Ziele, transparente Strukturen und vorbildliches Führungsverhalten aktiviert und in den Veränderungsprozess integriert werden. Können sie sich mit den Unternehmenszielen identifizieren, wird ihr eigenverantwortliches Handeln aktiviert und Case Management bekommt eine reale Chance, ein echtes Change-Management-Instrument zu sein. Wirtschaftliche Aspekte wie Budgetierung, Fachkräftemangel, ständig steigende Kosten im Gesundheitswesen und daraus folgenden Sparmaßnahmen bilden genügend Gründe, sich für ein Case Management-Konzept zu entscheiden. Gleichzeitig ist die organisatorische Komponente mit zu berücksichtigen. „Case Management ist ein theoretisches Konstrukt, nach dem alle am Versorgungsprozess direkt und indirekt Beteiligten arbeiten.“ (vgl. Pape 2008, Seite 18).
Eine allgemein gültige Aussage zur Definition Case Management gibt es gegenwärtig nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management hat eigens eine Definition herausgegeben: „Case Management ist eine Verfahrensweise in Humandiensten und ihrer Organisation zu dem Zweck, bedarfsentsprechend im Einzelfall eine nötige Unterstützung, Behandlung, Begleitung, Förderung und Versorgung von Menschen angemessen zu bewerkstelligen. Der Handlungsansatz ist zugleich ein Programm, nach dem Leistungsprozesse in einem System der Versorgung und in einzelnen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens effektiv und effizient gesteuert werden können.“ (www.dgcc.de).

Ziele

Mit der Einführung von Case Management werden bestimmte Ziele verfolgt. Nicht nur die Kostensteuerung über die Systemebene, wie z.B. Verweildaueroptimierung, Fallzahlsteigerung, Vermeidung von Fehlbelegungen durch ein zentrales Bettenmanagement und eine Termin und Ressourcenplanung, sondern auch in der Fallebene, wie z.B. eine individuelle Versorgung des Patienten, die Optimierung der Behandlungsabläufe durch Überbrückung von Schnittstellen-Problemen zwischen den einzelnen Leistungserbringern eignen sich als Parameter zur Zielfestsetztung.
Ökonomischere Leistungsanforderungen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten - ohne Qualitätsverlust - sollte angestrebt werden. Für die Unternehmensleitung eines Krankenhaus bedeutet dies, durch die Problemdarstellung im Rahmen einer IST-Analyse und die Zielstellung für das Case Management, die Relation der „Machbarkeit“ zu prüfen und gegebenenfalls Umstrukturierungsmaßnahmen, sowie eine Neuverteilung von Aufgaben auf den Weg zu bringen.

Kontakt

Starten Sie jetzt ihre Angebotsanfrage per E-Mail oder Telefon +49 3581 - 42 86 57!

Kontakt

Katrin Koppe
zertifizierte Case Managerin
nach DGCC
Mitglied der DGCC

Fischmarktstraße 1
02826 Görlitz
Deutschland

Care & Case Management in Krankenhäusern

  • Restrukturierung
  • Prozessoptimierung
  • Ressourcenmanagement
  • Konzeptionierung
  • Behandlungspfade